Die Wohngebäudeversicherung ist für Hauseigentümer nicht optional — die Bank verlangt sie als Bedingung für die Finanzierung. Aber nicht jede Police ist gleich gut. Mit dem richtigen Vergleich sparst du 100–400 €/Jahr.
Was deckt die Wohngebäudeversicherung ab?
| Risiko | Basis | Erweitert |
|---|---|---|
| Feuer (Brand, Blitz) | ✓ | ✓ |
| Leitungswasser | ✓ | ✓ |
| Sturm (ab Windstärke 8) | ✓ | ✓ |
| Hagel | ✓ | ✓ |
| Elementarschäden (Überschwemmung, Erdrutsch) | ✗ | ✓ (optional) |
| Glasbruch | ✗ | optional |
Elementarschaden: Extrem wichtig!
Überschwemmungen, Starkregen, Erdrutsche und Rückstau sind in den letzten Jahren deutlich häufiger geworden. Ohne Elementarschadensdeckung bist du bei Starkregen-Ereignissen (wie 2021 im Ahrtal) nicht versichert.
Was kostet die Wohngebäudeversicherung?
| Haustyp | Ohne Elementar | Mit Elementar |
|---|---|---|
| EFH 150 m², Baujahr 2010+ | 300–600 €/Jahr | 450–900 €/Jahr |
| EFH 150 m², Baujahr 1970–1990 | 400–800 €/Jahr | 600–1.200 €/Jahr |
| DHH/Reihenhaus 100 m² | 200–450 €/Jahr | 300–700 €/Jahr |
Worauf du beim Vergleich achten solltest
- Versicherungssumme auf Basis des Neubauwerts (nicht Marktwert)
- Gleitende Neuwertversicherung (passt sich Baupreisen an)
- Keine oder möglichst niedrige Unterversicherungsklausel
- Elementarschaden immer mitversichern
- Selbstbeteiligung: 150–500 € ist üblich
- Grobe Fahrlässigkeit mitversichert?
Wann muss ich die Versicherung abschließen?
Die Wohngebäudeversicherung muss spätestens zum Übergabetermin bestehen. Die alte Versicherung des Verkäufers geht beim Kauf automatisch auf dich über — du hast dann das Recht zur Sonderkündigung innerhalb von 4 Wochen nach Eigentumsübergang.

