Vollfinanzierung bedeutet: Du finanzierst 100 % des Kaufpreises — ohne eigenes Kapital einzubringen. Manche Banken gehen sogar bis zu 110 % und finanzieren Nebenkosten mit. Das klingt verlockend — hat aber seinen Preis.
Wer Vollfinanzierung vermeiden und Eigenkapital aufbauen möchte: Ein Bausparvertrag ist eine der sichersten Methoden, gezielt Eigenkapital für den späteren Hauskauf anzusparen – mit staatlicher Förderung und garantiertem Darlehenszins.
Wer bekommt eine Vollfinanzierung?
Vollfinanzierungen sind keine Seltenheit — aber sie haben klare Voraussetzungen:
- Überdurchschnittliches, sicheres Einkommen (Beamte, Festangestellte mit langer Betriebszugehörigkeit)
- Einwandfreie SCHUFA, keine Negativeinträge
- Erstklassige Immobilienlage — Banken bewerten den Beleihungswert konservativ
- Berufliche Perspektive, nicht kurz vor Renteneintritt
Was kostet eine Vollfinanzierung wirklich?
| Eigenkapitalquote | Typischer Zinsaufschlag | Beispiel 350.000 €, 25 Jahre |
|---|---|---|
| 20 % EK (80 % Finanzierung) | — (Basisrate) | Monatlich ca. 1.450 € |
| 10 % EK (90 % Finanzierung) | +0,2–0,4 % | +ca. 80 € / Monat |
| 0 % EK (100 % Finanzierung) | +0,5–1,0 % | +ca. 200 € / Monat |
Risiko: Negative Equity
Wenn die Immobilienpreise fallen, kann der Wert deines Hauses unter die Restschuld sinken. Bei einer Vollfinanzierung ist dieses Risiko besonders hoch. Du müsstest im Verkaufsfall draufzahlen. Das ist in der Niedrigpreisphase 2023–2024 vielen Vollfinanzierten passiert.
