Wohn-Riester ist die Möglichkeit, staatliche Riester-Förderung für den Erwerb von Wohneigentum zu nutzen. Klingt gut — hat aber komplizierte Regeln und einen entscheidenden Haken: das Wohnförderkonto.
Wie funktioniert Wohn-Riester?
Es gibt drei Wege:
1. Entnahme aus Riester-Vertrag
Du entnimmst dein angespartes Guthaben (mindestens 3.000 €) aus einem bestehenden Riester-Vertrag und tilgst damit dein Baudarlehen. Das gesamte Guthaben muss entnommen werden (oder min. 75 %).
2. Riester-Bausparvertrag
Ein Bausparvertrag mit Riester-Zulage: Du sparst an, bekommst Zulagen, und wenn die Zuteilung erfolgt, erhältst du das Darlehen zu festem Zins. Mehr zu Bausparverträgen: Bausparvertrag beim Hauskauf.
3. Riester-Darlehen
Einige Bausparkassen und Banken bieten Darlehen an, die direkt Riester-gefördert sind.
Förderung durch Wohn-Riester
| Zulage | Betrag |
|---|---|
| Grundzulage | 175 € / Jahr |
| Kinderzulage (ab 2008 geboren) | 300 € / Kind / Jahr |
| Kinderzulage (vor 2008 geboren) | 185 € / Kind / Jahr |
| Berufseinsteiger-Bonus (unter 25) | +200 € einmalig |
Zusätzlich: Steuerliche Absetzbarkeit der Eigenbeiträge bis 2.100 € jährlich.
Das Wohnförderkonto — der Haken
Wenn du Wohn-Riester nutzt, wird ein fiktives "Wohnförderkonto" geführt. Der entnommene Betrag plus 2 % jährlich wächst dort an — und muss im Rentenalter (ab 67) versteuert werden. Du wirst also nachgelagert besteuert.
Das kann funktionieren wenn: Du im Rentenalter einen niedrigeren Steuersatz hast als während der Berufstätigkeit. Und wenn du die Förderung optimal nutzt (Zulagen + Steuerersparnis überwiegen die spätere Steuerlast).
- Familien mit mehreren Kindern (viele Zulagen)
- Personen mit hohem Einkommen (mehr Steuerersparnis jetzt)
- Wer das Haus langfristig selbst bewohnen wird
Wohn-Riester und Eigenkapital
Riester-Guthaben zählt als Eigenkapital und verbessert deine Finanzierungskonditionen. Wie du Eigenkapital insgesamt aufbaust: Eigenkapital schnell aufbauen. Die Grundlagen der Baufinanzierung: Baufinanzierung Grundlagen.

